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Wie Fast-Blinde wieder sehen können

Drei Spezialisten bei Optik Abt jetzt "anerkannte Fachberater für Sehbehinderte"

 

Füssen (rea).

Sie sind jetzt "anerkannte Fachberater für Sehbehinderte": Die Augenoptikermeister Rudolf Scheppach, Christian Edmeier und Johann Abt von der Firma Optik Abt in Füssen, Nesselwang und Lechbruck. Verliehen wurde ihnen dieses Prädikat von der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Gebiet der "Low-vision-Rehabilitation".

 

Hinter diesen Fachausdrücken (Low vision kann man mit herabgesetzter Sehkraft übersetzen) verbirgt sich ganz einfach die Tatsache, dass die drei Meister von Optik Abt nun ganz besonders gut Menschen beraten und betreuen können, die unter der Macula Degeneration leiden. Dies ist eine meist altersbedingte Erkrankung der Netzhaut. Die Folgen sind verherend: die Menschen sehen nur noch verschwommen, haben ein extrem eingeschränktes Gesichtsfeld, das Tunnelsehen oder verlieren ihre Sehfähigkeit vollkommen. "Sie können nicht mehr lesen, nicht mehr fernsehen, ja selbst im Haushalt haben sie die größten Probleme, weil sie die Tastatur am Herd oder der Waschmaschine nicht mehr erkennen", so Johann Abt. Da die Schalter der Haushaltsbetriebe längst auf digitale Anzeige umgestellt sind, können Menschen ihren natürlichen Tastsinn im Alltagsleben nciht mehr genügend einsetzen.

 

Letzte Stufe vor Erblindung

 

Die Macula Degeneration ist sozusagen die letzte Stufe vor der Erblindung, die Sehfähigkeit liegt nur noch zwischen einem und 20 Prozent. Da die Menschen immer älter werden, nimmt sie ständig zu und ist in den wenigsten Fällen heilbar. Normale Brillen helfen hier nichts mehr, nur noch Spezialgeräte optischer und elektronischer Art. Johann Abt und seine beiden Meister haben den Umgang damit und mit den Patienten nun in einer gut eineinhalbjährigen Fortbildung gelernt und können nach der Diagnose durch den Augenarzt gezielt helfen.

Die Augenoptikermeister Johann Abt, Rudolf Scheppach und Christian Edmeier (von links) sind nun "Anerkannte Fachberater für Sehbehinderte". Gut ein Jahr dauerte die Zusatzausbildung bei der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie
Foto: Andrea Schauerte

Betreuung braucht Zeit

 

Die Betreuung dieser Menschen braucht viel Zeit und ist oft nur zu Hause bei ihnen möglich, nicht mehr in der Arzt-Praxis oder im Optiker-Geschäft. Der Optiker muss jedoch herausfinden, welche Hilfsmittel für den Sehbehinderten die besten sind - angefangen bei der Speziallupe über die Fernrohrbrille bis hin zum Fernseh-Lesegerät, das die Zeilen aus Zeitung oder Buch auf den Bildschirm überträgt und extrem vergrößert. Und wenn die Krankheit ärztlich diagnostiziert ist, dann werden deise Hilfsmittel, die den Sehbehinderten das Leben erleichtern, in der Regel auch von der Krankenkasse bezahlt.






Optik Abt GmbH - Schrannenplatz 15 - 879629 Füssen - Tel.: (0) 83 62 - 52 02 - Fax: (0) 83 62 - 3 93 38 - E-Mail: info@optik-abt.de - Internet: www.optik-abt.de